zu den Reviews T

zur Startseite




TRANSILVANIAN BEAT CLUB - Das Leben soll doch schön sein... (CD 2007, Massacre Records) 44 min.
Wenn’s dem Esel zu wohl ist, geht er auf’s Eis tanzen. Oder wie sagte good ol’ Zappa: „Kunst ist, aus nichts etwas zu machen und es zu verkaufen.” Genau so kommt mir der TRANSILVANIAN BEAT CLUB vor. Eisregen und Ewigheim, die Haupt- oder Ex-Bands der Beteiligten, kann man mögen. Muß man jedoch nicht. Am zweiten Album dieser thüringer Projekt-Combo allerdings etwas gut finden zu können, bedarf eines ziemlich kleinen Geistes. Is’ ja toll, wenn sich die Damen und Herren mal in anderen Gefilden austoben wollen. Muß man den Schund dann aber gleich auf CD pressen und für teuer Geld verticken? Ich versteh die Welt nicht mehr. Zwei Handvoll Songs über Vampire, Werwölfe, den Tod, Verdammnis und Alkohol, Alkohol, Alkohol und nochmal Allolol, dargebotenen mit prolligem Black Death Metal, Rock’n’Roll, Punk, Polka-Feeling und einem grausamen, versoffenen Gegröle als Pseudo-Gesang. Die Texte sind zudem absolut harmlos, im Vergleich mit der Thematik aber auch nicht mal nur im Ansatz lustig. Eigentlich muß man sich nur ein paar Halbe Liter hinter die Binde kippen und danach noch die Worte „Wodka” und „Schnaps” mehrfach hintereinanderweg fehlerlos hinausposaunen können. Der Unterschied zum Original fällt nicht groß ins Gewicht. Die „Musik” dazu ist ein simpel-dusseliges Geschepper mit Nerv-Trompete. Irgendwie debil und scheinbar zwanghaft auf Eingängigkeit getrimmt. Zeit- und Rohstoffverschwendung im Quadrat. Einigen wird wieder mal das Wort „Kult” über die geifernden Lippen schlüpfen. In meinen Ohren isses nur Abfall. Für die live bestimmt ganz doll abgehende Party-Mucke (sofern das Publikum geneigt ist, sich zwei Promille auf den Kessel zu pumpen) geb ich noch ein paar Gnadenpunkte.
www.transilvanian-beat-club.com