15.09.08



zu den Reviews T

zur Startseite




TOXIC HOLOCAUST - An overdose of death... (CD 2008, Relapse Records) 37 min.
Thrash Metal und Solo-Projekt - geht das zusammen? Offensichtlich schon, wie uns Alleinunterhalter Joel Grind mit TOXIC HOLOCAUST beweist. Schade eigentlich, daß ich mich nach der Split-EP mit Oprichniki nicht weiter mit dem Toxic Metal des Amis beschäftigt hab. Mittlerweile sind sechs, sieben Jahre ins Land gezogen und TOXIC HOLOCAUST haben zwei Alben und Unmengen an EP’s und Demos auf den Markt geschmissen. „An overdose of death...” ist nun der Vollzeit-Einstand bei Relapse. Die dreizehn Tracks der Scheibe sind gespickt mit Zitaten. Oder Klischees, wie man will. Eigenständigkeit geht TOXIC HOLOCAUST jedenfalls völlig ab. Nehmt einen eisernen Kessel, werft Motörhead, Sodom, Slayer, The Exploited, Discharge und Venom rein, rührt das ganze mit einer knochigen Sound-Kelle um und ihr habt rasanten, rumpelnden, punkigen und angeschwärzten Thrash Metal á la TOXIC HOLOCAUST. Nur damit das keiner falsch versteht: „An overdose of death...” macht unheimlich Spaß. Man kann von Anfang bis Ende den Schädel rotieren lassen. Das Geschredder ist simpel und auf den Punkt gespielt. Joel Grind ist ein Metal-Maniac, der keine Kompromisse eingeht und einfach die Mucke macht, die er liebt. Ohne großes Drumherum, ohne Spielereien, aber mit jeder Menge Energie. Da pfeift man gerne auf sowas wie Innovation und verdrängt für ein paar Umläufe die Tatsache, daß einem die Schrammelriffs und das brutale Gehämmer aus der Schießbude sowas von bekannt ist. Außerdem klingt das Album nicht auf „Oldschool” getrimmt, es „ist” einfach oldschool. Räudiger, rotziger Metal - nicht originell, aber geil!
www.toxicthrashmetal.com