28.04.08
Interview mit THY FINAL PAIN (Mai 2008, deutsch)
THY FINAL PAIN - Epitaph (CD 2008) 52 min.„Aber hallo” hab ich mir so gedacht, als die ersten Klänge von „Epitaph” an meine Ohren drangen. Was walzt denn da auf mich zu? Es sind THY FINAL PAIN, die hiermit ihren Einstand geben. Es ist der Auftakt zur Erlangung der metallischen Weltherrschaft. Die Herren Jüttner und Dorn geben sich also von Beginn an nicht mit Kleinigkeiten ab. Mal sehen, ob sich das ausgeht. Sein Rüstzeug hat das Duo bei Debauchery und Seelenfrieden mitbekommen. Und gegründet wurde die Band, um die eigene Vision von Death Metal zu verwirklichen. Nun ja, so ganz „eigen” ist dieser Stil dann doch nicht. Als Ausgleich aber dreschen THY FINAL PAIN unbarmherzig und wuchtig auf den Hörer ein. Da stimmt der Untertitel „massive rhythmic Death Metal” zweifellos. Generell dürften Kunden des Barnes’schen Bestattungsunternehmens, Deicide- und Bolt-Thrower-Jünger einen Höllenspaß mit THY FINAL PAIN haben. Und das über eine Dreiviertelstunde hinweg. Erstaunlich, daß der ganze Krach in nicht mal einem Jahr zusammengeschraubt wurde. Und es findet sich nichts, was man so allgemein als „Längen” im Songwriting bezeichnet. Was fehlt, sind aber auch ein, zwei, drei markante Burner. Als erstes Lebenszeichen ist „Epitaph” aber mehr als bemerkenswert. Die massigen, brutalen Riffs, der Groove und die derben, tiefen Vocals gehen sofort in die Nackenmuskulatur und fressen sich in die Gedärme. Entsprechend dem Konzept um die letzten, psychischen Qualen Sterbender, kommen die Songs wie aus einem Guß, werden aber nicht eintönig. Es wäre müßig, die vielen Einzelheiten herauszufiltern und zu beschreiben, die das Teil abwechslungsreich machen. Holt es euch, es lohnt wirklich. Für die Live-Performance sucht man aktuell zwar einen Gitarristen, zumindest als Studio-Band brauchen sich THY FINAL PAIN aber keine Sorgen um ihre Zukunft machen. Das Album hat alles, was das düstere Metaller-Herz aufleben läßt, wobei lediglich der scheppernde und leicht statische Drum-Sound, entweder von einem ominösen Gast-Knüppler oder einer Maschine, dem wuchtigen Gesamtklang nicht ganz würdig ist. „Epitaph” kann man trotzdem nur empfehlen. Laßt euch einfach plattwalzen. Und ich harre der Dinge, die von dieser Truppe hoffentlich noch kommen werden. Marc Jüttner, Hauptstr. 388, 75223 Niefern-Öschelbronn // www.thy-final-pain.com |