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THORIUM - Demo (2005) 11 min. Wie ernst soll man eine Band nehmen, die zum Großteil in einer Melodic-Death-Truppe rumfrickeln und sich dann irgendwann entschließen, so nebenher noch einen auf OldSchool Death Metal zu machen? Im Falle von THORIUM sollte man vorsichtshalber mal in Deckung gehen. Denn THORIUM schießen scharf und präzise. Okay, Withering Surface haben sich aufgelöst. Ob’s ein Verlust ist - keine Ahnung. Da bleibt Sänger Michael H. Andersen, Morten Ryberg (git & bass), Gitarrist Allan Tvedebrink und Iniquity-Trommelschwein Jesper Frost Jensen vielleicht mehr Zeit und Raum für diese Ausgeburt der Hölle hier. Mit diesem Drei-Tracker gehen die Jungs wieder auf Labelsuche, nachdem der Deal mit Diehard Music nach zwei Alben (Ocean of blasphemy 2000, Unleashing the beast 2002) in die Hosen ging. Nach der zweiten Scheibe hatte man sich ‘ne Auszeit genommen und sich erst Anfang ‘05 wieder richtig ins Zeug gelegt. Diesmal mit THORIUM als Hauptband. Mit dem Stoff, der hier angeboten wird, sollte es mit ‘ner Plattenfirma auch nicht allzu lange auf sich warten lassen. Spieltechnisch lassen die Kerle gar keine Zweifel erst aufkommen. Da gibt man sich keine Blöße, was sie auch in den verschiedenen anderen Bands, in denen man sich die freie Zeit vertrieb (und vertreibt), schon bewiesen hat. Der erste Hammerschwung schimpft sich „Cast from hell”. Und genau so hört sich’s dann auch an. Satanisch fieses Death-Metal-Gerödel im Uptempo. Die Gitarren brüllen dich regelrecht an und das Shouting läßt den Schädel platzen. Der Mittelteil ist breaklastig, technischer. Es folgt „Sinful death”. Das Tempo zieht geringfügig an, die Technik steht noch etwas mehr im Vordergrund. Speziell die Drums stechen aus dem Gewitter heraus und ein Gitarren-Solo macht sich Luft. Live dürfte der Refrain alle Schallpegel aus der Skale schießen. Zum Abschluß beehrt uns „Malignant darkness”, bei dem THORIUM ein wenig den Fuß vom Gas nehmen, der melodischen Ader mehr Platz lassen und insgesamt recht schwedisch und etwas nach Thrash klingen. Ein Problem sehe ich alles in allem in dem etwas gleichförmigen Songaufbau, was aber mit weiteren Tracks auszumerzen sein sollte. Das dritte Album wird also hoffentlich nicht mehr lange in der Schublade bleiben, sondern bald aufs Heftigste diverse Ärsche treten. Thumbs up! satan@thorium666.com // www.thorium666.com |