THE QUEST - Demo (2007) 17 min.Klamm und heimlich hat sich in Süddeutschlands Rock-City #1, Göppingen, vor einigen Jahren eine neue Band auf den Weg gemacht. Die Anfänge von THE QUEST reichen eigentlich bis ‘99 zurück, das erste komplette Line-up und den ersten Gig erlebte die Truppe aber 2004. Das vorliegende Demo wurde von Holger Speidel (voc), Immanuel Rein und Marcel Renning (beide git), Guntram Berger (bass) und Drummer Merlin Büchner auf die Beine gestellt. Die Alleswisser werden aufhorchen, findet sich doch hier die halbe Mannschaft von Behind The Scenery (die sich übrigens im März des Jahres offiziell aufgelöst haben). Mittlerweile sind gar noch zwei weitere Ex-BTSler (Uwe Kurz, Simon Abele) eingestiegen. Läßt sich überhaupt ein Unterschied zwischen den Bands erkennen? Für dieses erste Demo gilt: Auf jeden Fall! Wer Behind The Scenery gemocht hat, wird mit der direkteren Art und dem höheren Härte-Faktor von THE QUEST nur bedingt zurechtkommen. Wo Behind The Scenery ausschweifende, verspielte und progressive Death-Metal-Kompositionen hingelegt haben, langen THE QUEST um einiges kräftiger hin. Zwar wartet das Intro noch mit Ambient-geschwängerter Synth-Atmosphäre auf, aber die ersten Takte des folgenden „C’mon, lie to me” machen dann schon klar, daß THE QUEST den melodischen Elchtod wieder auf eine saubere Schiene setzen wollen. Auch wenn sich im Background noch Keyboardteppiche Gehör verschaffen, wirkt hier vor allem das abwechslungsreiche, Thrash-lastige Gitarren-Inferno. „Switch it off” scheint etwas behäbiger zu sein, zumindest bewegen sich THE QUEST bis kurz vor Toresschluß nur im Midtempo. Hervorragend hier: der fiese, doppelstimmige Gesang und die Rhythmuswechsel. Bei „The raging sun” beweist die Band einmal mehr viel Mut und bringt weiblichen Gesang ins Spiel. Bei „Switch it off” gab es diesen auch schon im Hintergrund. Hier wird er, neben dem klassischen Riffing und der komplexen Dynamik, zum Hauptdarsteller. Mir gefällt’s nicht, weil der gesamte Song irgendwie „trendy” wirkt. Zum Abschluß prügeln THE QUEST mit „The wanderer” nochmal heftigst um sich. In ganz knappen drei Minuten läßt die Band ihrer Aggression freien Lauf und tritt ordentlich Arsch. So und nicht anders gehört das! Der Sound der Scheibe ist im großen und ganzen okay, nur das Schlagzeug ist verdammt trocken. Das komplette Demo, also alle Songs inclusive Cover und Inlay, kann man sich von der Homepage saugen. Für Melodic-Deather sicher eine gute Option. Immanuel Rein, Im Steininger 22, 73035 Bezgenriet // rein_immanuel@web.de // www.thequestonline.de |