THE END - Elementary (CD 2007, Relapse Records) 51 min.Völliges Neuland betreten meine Lauscher mit den Kanadiern THE END. Mit hohen Erwartungen, immerhin wird von „...monumental record; one of the best you will ever hear...” gesprochen, wandert die Scheibe in den Player. Die ersten Takte von „Dangerous” erklingen. Und ich bin gar nicht mal so unangenehm berührt von dem Kram. „Elementary” scheint ja zumindest ein Album zu sein, mit dem man sich desöfteren und ordentlich das Gehirn rausblasen kann. In einer wuchtigen Mischung aus technisch versiertem Death Metal und Grindcore-Versatzstücken lassen THE END gehörig Dampf ab. Harte Riffs und unbarmherziges, wütendes Geschrei springen dir ins Gesicht, die Szenerie ist untermalt vom Trommeln eines vierarmigen Chaoten. Doch keine drei Minuten nach dem ersten Laser-Zucken im Gerät läßt meine Begeisterung schon nach. Jetzt übernimmt instrumentale Atmosphäre die Regie. Die Vocals kommen aus dem Hintergrund, Gitarren und Schlagzeug rödeln beleidigt vor sich hin. Erst zum Schluß kommt der Grind wieder zum Zug. Nun ja, und dann ist es fast schon ganz vorbei mit metallischer Herrlichkeit. Ich kann mir nicht mehr helfen, aber was THE END dann, ab „The never ever aftermath”, abliefern, findet sich zuhauf auf MTV, VIVA und Co. als pseudoharte Musik-Kost für die AfterSchool-Rebellen-Kids dieser beschissenen Welt. Emotionaler Gesang, etwas härter ausgeführte Rockmusik mit wummernden Gitarren und knalligen Drums ist das, was die restlichen neun Songs von „Elementary” fast durchgängig zu bieten haben. Sporadisch kommt zum Vorschein, was man als Metal oder Grind (mit Metalcore-Bezügen) bezeichnen kann, stellenweise etwa bei „Animal”, „Awake?” oder „In distress”. Aber sonst: Pseudo-Kram. Und erkläre mir doch mal einer, was dieses vierminütige Geräusch-Bombardement „A fell wind” soll. Der reinste Blödsinn. Konsequenterweise wird mit „And always...” eine, sich fast zehn Minuten ziehende, Ballade als Schlußpunkt dargeboten, die durchaus hervorragend auf dieses Album paßt. Aber eben auch klarmacht, daß THE END mit ihrem Zweitwerk recht gut dem entsprechen, was man als „Metal Light” titulieren kann. 3146 Galbraith Dr., Mississauga, ON, L5L 3Y8 (Canada) // allchaos@hotmail.com // www.allchaos.net |