09.05.08
THE DEVIL’S BLOOD - The graveyard shuffle (7” EP 2008, Ván Records) 8 min.Ganz ungewohnte Klänge dringen mit dieser EP an meine metallisch verstrahlten Ohren. Weder Todesblei, noch Schwarzstahl, noch Prügel-Krach offerieren THE DEVIL’S BLOOD aus Holland, sondern etwas, das sich einfach „Occult Rock” nennt. Einem alten Sack wie mir widerfährt da doch glatt ein Flashback inclusive Gänsehaut. Coven schießen automatisch in den Sinn, ebenso Led Zeppelin und Iron Butterfly (das One-Hit-Wonder von „In-A-Gadda-Da-Vida”). Einen psychedelischen Touch verhehlen die zwei Songs („The graveyard shuffle”, „A waxing moon over Babylon“) logischerweise auch nicht. Beim kürzeren Titelsong gehen THE DEVIL’S BLOOD gleich mal in die Vollen. Im gehobenen Midtempo, fast schon aggressiv, schieben Riff und Bass-Lead durch den Äther, veredelt durch die beschwörende, hart schwingende Alt-Stimme der Sängerin und die Soli. „A waxing moon over Babylon“ zieht seine Wirkung noch stärker aus dem psychedelischen Gesang. Die Gitarren und die Background-Chöre in dem eher ruhigen Track dienen hier der hypnotischen Atmosphäre. Gelegentlich und kurz verlassen sowohl Gitarren als auch Stimme das melancholische Fahrwasser und werden heftiger in Szene gesetzt. Über die gesamten fünf Minuten bleibt aber eine eigentümliche, warme Spiritualität bestimmend. Fazit: Handgemachter, simpler, aber eindringlich düsterer Rock ohne Retro-Ambitionen. Das kann sich hören lassen. www.myspace.com/thedevilsblood |