THE DAMNATION - Into the pits of hell (CD 2006) 35 min.Ja, das hat was, das Debüt-Album dieser Nordmänner. Generell muß man ja immer vorsichtig sein, wenn eine Band einen großkotzigen Wahlspruch vor sich herschiebt. Bei THE DAMNATION schreit die Leuchtreklame „A tribute to old skull Death Metal!”. Wer sich dann darauf einläßt und in die Höllengrube hinabsteigt, wird aber wahrlich nicht enttäuscht. THE DAMNATION schwingen eine herrliche Death/Thrash-Keule, die sich hinter großen Acts zu keiner Sekunde verstecken muß. Einerseits liegt das daran, daß sich die Jungs sozusagen ihre Hörner schon vor einigen Jahren abgestoßen und Erfahrung gesammelt haben. Die ersten Gehversuche machte man ab ‘96 unter dem Namen Damnation, legte das ganze zwei Jahre später zugunsten von Act Of Fate auf Eis und startete vor drei Jahren mit dem Demo „Into the underworld” unter Hinzufügung des Wörtchen „The” im Bandnamen erneut. Andererseits überzeugt „Into the pits of hell” mit seinen elf Tracks schlichtweg durch seine Eigenständigkeit und den Abwechslungsreichtum. Hier dringt kein stumpfes Geballer ans Ohr, sondern die ganze Palette an Brutalität, Geschwindigkeit und Melodik, die man aus Death und Thrash Metal der alten Schule herausholen kann. Die fast durchweg kurzen Songs kommen ohne jegliche Zugeständnisse an Modernität aus, genaugenommen rebellieren sie dagegen. Das macht sie authentisch, und durch die hörbare Spielfreude noch sympathischer. THE DAMNATION legen dabei aber großen Wert darauf, nicht altbacken zu wirken. Das gelingt problemlos dadurch, daß sich das Songwriting nicht ständig im selben Mischmasch zu Tode wühlt. Die Anteile werden immer wieder neu zusammengestellt. Ein bißchen massiger Groove hier, melodische oder derbe Leads da, Blastbeats, die das Herz aufgehen lassen. Heftige Thrash-Nummern („The knife”) gibt’s zu hören, straightes, grummelndes TodesMetall („Dawn of the dead”), schwergewichtige Midtempo-Stücke (Altered soul”), durchtriebene Songs mit jeder Menge Breaks („Past”) oder unterschwelliger Horror-Stimmung („Evil supremacy”). THE DAMNATION lassen niemals locker und verstehen es, jedem Track ein eigenes Gesicht zu verpassen. Von dieser Band werden wir hoffentlich in Zukunft noch einiges auf die Lauscher bekommen. Ich kann hier nur empfehlen, zehn Euro gen Ostfriesland auf den Weg zu bringen, um sich diesen Brocken einzuverleiben. Marcel Rabenstein, Wurmkamp 11-13, 22869 Schenefeld // thedamnation@arcor.de // www.thedamnation.de |