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THE BURNING - Storm the walls (CD 2007, Massacre Records) 34 min.
Es mag sein, daß THE BURNING „Anlauf zum Sturm auf die Old School Thrash Bastion” nehmen. Momentan kann die junge Dänen-Truppe aber meilenweit ausholen - sie wird diese dicken Mauern nicht einreißen und stehend k.o. gehen. Kraft ist sicherlich genügend da, der Wille auch, nur greifen THE BURNING schlicht das falsche Ziel an. Mit Thrash Metal der alten Schule hat „Storm the walls” etwa so viel zu tun wie Illdisposed mit Black Metal. Das heißt nicht, daß das Debüt-Album der Herren Haven, Normand, Møller und Høst wertlos ist. Nur ist „old school” überhaupt nicht das Feld, auf dem sich die zwölf Tracks bewegen. Denn „Storm the walls” ist ein brutales Gebräu aus modernem Thrash Metal und Hardcore, wobei die Vocals einen Death-Metal-Touch haben. Erster Pluspunkt: die sehr fette Produktion, für die Jacob Hansen verantwortlich ist. Zweitens: die Songs greifen dich frontal an. Die Dänen verzetteln sich nicht mit Frickeleien, die gelegentlich aufkeimenden Melodien sind sauber eingefügt, die Riffs sind einigermaßen abwechslungsreich. Der Mosh-Faktor ist riesig, und die Band läßt jede Menge Dampf ab. Und dieser Funke springt auch sofort auf den Hörer über. Alles in allem ist das Album kurzweilig, weil sich THE BURNING auf knackiges Songwriting eingeschossen haben. Wenn überhaupt, dann gehen die Titel mal ganz knapp über die Drei-Minuten-Marke. Das Tempo-Gefüge von „Storm the walls” ist auch perfekt abgestimmt. Großen Anteil an der brachialen Machart haben Groove und Uptempo, die sich forsch die Klinke in die Hand drücken. Bestechend sind dabei das kompromißlose Schlagzeugspiel und die heftigen, manchmal übermächtigen Bass-Läufe. Da steht der einzelne Sechssaiter im Line-up fast schon auf verlorenem Posten, kann sich aber immer wieder mit kleinen Leads, verschämt-melodischen Einlagen und den eh griffigen Riffs im Vordergrund halten (The gospel, Underachievers unite, Dotted line, Snakes of life, Titeltrack). Die Hardcore-Fraktion wird mehr auf die wuchtigen Monster-Groove-Nummern, auf die Downbeats und Haßtiraden abfahren (Fire, Warhorse, Weakling, Last living hostage). Eigentlich fast schade, daß „Storm the walls” schon nach einer halben Stunde zu Ende ist. Wenn THE BURNING zukünftig mehr Gewicht auf Thrash Metal in ihren Songs legen, würde mir das ungeheuer reinlaufen.