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THE ALIEN BLAKK - Modes of alienation (CD 2006, Black Lotus Records) 48 min.
Dieses Dreiergespann, bestehend aus Joshua Craig Podolsky, David Ellefson und Craig Nielsen, macht mir’s wirklich ganz leicht, ihre Scheibe zu bewerten. Denn „Modes of alienation” ist schlichtweg Müll. Das sollte eigentlich schon reichen, um diesen ekelerregenden Auswurf von Sinnlosigkeit zu beschreiben. Aber ich will die Sache etwas vertiefen, denn so ein Verriß macht unheimlich Spaß. Was sich Black Lotus dabei gedacht haben, als sie dieses gesanglose Gedudel in ihr Portfolio aufgenommen, wage ich nicht zu beurteilen. Unter Umständen war es nur ein Anfall von Wahnsinn, denn bislang kam aus dem griechischen Hauptquartier meistens was Gescheites. Zurück zu THE ALIEN BLAKK. Ex-Megadether Ellefson am Bass und Mr. Nielsen (Drums and Angst - steht wirklich so da!) haben sich also vom Songwriter, Produzenten, Gitarristen, Sänger und weiß der Teufel was noch alles JCP anheuern lassen, um ein instrumentales Metal-Album zu verbrechen. Nichts leichter als das, oder?! Lassen wir den Kram noch als „Emotionalen und kraftvollen, Gitarren-orientierten, instrumentalen Metal (zwischen Meshuggah und Fear Factory, die Frank Zappa und Guns’n’Roses treffen)” laufen und das Ding is’ gegessen. Hat man sich wohl gedacht. Ja leck mich doch da, wo die Sonne nie scheint, kann ich nur sagen, und steckt euch diesen Schwachsinn sonstwo hin. „Gitarren-orientiert” - ja Mann, was denn sonst ist Metal? Wo bin ich hier? Mag ja sein, daß JCP schon mit Hinz und Kunz in der Musikszene, z.B. mit den Metal-Göttern Coolio und Xzibit und der Queen of blutig Dunkelheit C. Aguilera, zusammengearbeitet hat. Und was heißt das? Gar nichts! Gitarre kann er spielen. Das können tausende andere auch. Was er eben nicht kann, ist Songs schreiben. Jedenfalls kann keiner der zehn Tracks auf diesem Album irgendwas vorweisen, das jemanden dazu bringen könnte, sich den Kram öfter als zweimal anzutun. Das erste Mal ist zum Abchecken, das zweite zum Abkotzen. Hier gibt’s nichts, das irgendwie fesselt, keine Dramatik, zu wenig Härte. Und wenn mal Ansätze hervortreten, wird gleich alles mit blanker Saiten-Onanie zugedeckt. Der Metal wird auf ein Maß beschränkt, daß es gerade noch so in diese Schublade passen könnte. Ansonsten wird auf „Modes of alienation” alles bunt durcheinander gewürfelt, was an Musik mit Gitarren vorhanden ist. Ein Parforce-Ritt durch Rock, Metal und Blues. Und selbst vor Country schrecken die Herren nicht zurück. Was soll die Scheiße? Hat man sich gerade an das eine leidlich gewöhnt, kommt sofort was rangeeiert, das einen verständnislos dahocken läßt. Und immer dieses Griffbrett-Gewichse und Geschwurbel. Wer soll sich sowas anhören? Die Songs sind zerfahren und technisch überfrachtet. Da wird immer noch ein Break dazugeschmiert, noch ein Lick eingebaut, eine Melodie nochmals zerhackt und so weiter. Die sogenannte Abwechslung grenzt bei THE ALIEN BLAKK an böswillige Verarsche. Nicht nur, daß sich die Stilwechsel über die „Songs” hinweg vollziehen. Selbst mittendrin wird sinnfrei fröhlich hin- und hermutiert. Der absolute Tiefpunkt ist der Rockabilly/Country-Track „Twin, twang twung”. Dieser dürfte selbst unbedarfte Fans dieser Stilrichtung wegen seiner Harmlosigkeit und dümmlichen Karnevalsfröhligkeit in die Flucht schlagen. Kann mir gut vorstellen, daß sich der olle JCP in seiner Höhle scheckig lacht ob der Verwirrten, die sich wegen der beteiligten Musiker dieses Hirngespinst von Album zulegen. Es gibt ja haufenweise Solo-Alben von Instrumentalisten, besonders natürlich Gitarristen. Aber was hierbei rausgekommen ist, mag ich meinem ärgsten Feind nicht zumuten. Dann zieh ich mir doch lieber ein Santana-Album rein. Und ihr laßt gefälligst die Finger von diesem Scheißdreck.
www.thealienblakk.com