THALLIUM - Demo (2007) 19 min.Die Oldenburger THALLIUM haben ein erstes Demo veröffentlicht. Zum Download freigegeben sind vier Songs melodischen Death Metals, der sich an der schwedischen Schule orientiert. Überdeutlich wird das bei „Doomed to die”, dem zweiten Track der Scheibe, der eine schwachbrüstige Kopie von „Bleed for ancient gods” von Amon Amarth darstellt. In ähnlicher Weise und mit holprigem Midtempo-Pathos schraubt sich der Rausschmeißer „Memories” in die Ohren. Ich will das Teil nicht schlechtreden. Nur etwas mehr eigene Ideen dürfen’s schon sein. Zumal die insgesamt fünf Mannen um den mit einem echt derben Organ ausgestatteten Frontbrüller Dario nicht ganz unbeleckt in die Szene einsteigen. Die THALLIUM-Brüder machen nicht erst seit gestern mittag Metal. Die Hörner haben sie sich also schon abgestoßen. Und das hört man rein instrumental gesehen den Songs schon an. Neben einiger Aggressivität wird immer eine irgendwie getragene Verbitterung transportiert. Wenn dann das Zusammenspiel noch besser klappen würde, würden das Teil auch direkt zünden. Bei den bislang nicht genannten „Searing death” (der Opener) und „Real time” kann man die Möglichkeiten, die in der Truppe stecken, meiner Meinung nach am besten hören. Die Ideen sind also da, und mitgehen kann meinereiner bei diesen Tracks auch ganz gut. Nur der finale Arschtritt fehlt eben - noch. Also, bitte das nächste Mal mehr Gift in die Songs packen, und dann wird das schon. Aber wie auch immer: da das Material eh zur freien Verfügung im Netz steht, ist ein Test mehr als angebracht. Michael Breves, Alte Weide 15, 26123 Oldenburg // michael@thallium-metal.de // www.thallium-metal.de |