TEARS OF MANKIND - Without ray of hope (CD 2006, Stygian Crypt Productions) 74 min.TEARS OF MANKIND sind wieder mal ein Problemfall für mich. Eine Sache ist, daß „Without ray of hope” das erste Album des Projekts ist und sich aus Songs zusammensetzt, die vier verschiedenen Demos entnommen wurden. Dadurch geht schon mal ein gewisser Zusammenhang verloren. Das andere ist, daß sich Philipp Skobelin, der Macher von TEARS OF MANKIND, offenkundig nicht entscheiden kann, ob er mehr rockig orientierten Gothic oder Death-lastigen Doom machen will. Die Konzentration auf das eine oder das andere wäre ergiebiger, denn rein intrumentaltechnisch und vom Aufbau der Songs her hat’s der Mann drauf. Die Riffs sind kraftvoll oder atmosphärisch, je nachdem, was der Song gerade verlangt. Die Drums klingen zwar insgesamt etwas maschinell, haben aber genügend Durchschlagskraft. Die clean vocals sind äußerst intensiv und ausdrucksstark. Dagegen wirken die Growls desöfteren übertrieben hart und brummig gepreßt („Eternal sadness”, „Through the storm”). Die Synthesizer spielen bei „Without ray of hope” keine herausragende Rolle, sind aber dennoch präsent. Neben den erwähnten Stilen erlebt man mit „The river” auch noch einen Folk-inspirierten Song, der gut und gerne einer Black/Pagan-Metal-Band auf’s Album passen würde, nur bei TEARS OF MANKIND eben fehl am Platze ist. Nun ja, während mir der Doom/Death von „From dark to light” oder „Eternal sadness” und in Teilen anderer Tracks ganz angenehm in den Lauscher drückt, liegen mir die goth-rockenden Abschnitte und Songs, mit teilweise poppig abgehenden Gitarren („Through the storm”), eher schwer im Magen. feel78@inbox.ru |