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TASTE OF DOOM - The chronicles of terror (MCD 2007) 23 min.
Jetzt lassen die Hessen ja doch endlich mal die Sau raus! Zwar ist aus dem geplanten Album nichts geworden, aber mit dem aktuellen Fünf-Tracker beweisen TASTE OF DOOM, daß sie mehr als diesen öden Prügel-Quark zu bieten haben, wie er auf dem Vorgänger „All quiet on the west front” zu hören war. Beim ersten Song („Reign of terror”) war ich zwar noch am Verzweifeln und hab überlegt, ob ich das Teil gleich in die Tonne kloppen soll. Sozialkritische Texte hin oder her. Wenn sie allerdings derart unrhythmisch über leicht melodisches Midtempo-Geprügel geshoutet werden, bzw. Gitarren und Schlagzeug versuchen, dem lyrischen Geholper zu folgen, dann macht das keinen Spaß. Also gut, ich bin relativ geduldig. Und die Hoffnung springt als Letztes über die Klinge. Und siehe da, TASTE OF DOOM können es doch! Oldschooligem Thrash Metal bin ich immer zugetan. Auch wenn der Sound noch etwas eckig ist, die Tracks laufen lecker rund. Da haben Martin Schäfer und Johannes Rohrbach an den Gitarren, Bassist Sven Weber, Schlagzeuger Lars Härtel und Sänger Björn Weber deutlich hörbar am Songwriting gewerkelt. Aggression, Brachialität und und die doch eingängige Melodik stehen sich nicht mehr im Wege, sondern verbinden sich zu ansprechenden Liedern, die zum Matteschütteln einladen. Meistens wird mittelschnell gezockt, aber weiß der Deibel nicht mehr so stumpf und eintönig wie auf dem Vorgänger-Release. Die Songs haben jetzt auch einen Aufbau, der Abwechslung mit Soli, hymnischen Leads (ohne fröhlich-folkigen Touch), Punk-inspirierten Elementen und schnellen Passagen problemlos zuläßt. Daumen hoch für diese Scheibe. Wie gesagt, der Opener bringt’s nicht ganz, aber der große Rest mit „Only an existence”, „March”, „Path of war” und „The history fetches back” ist überzeugend. Ganz ehrlich, für fünf Euro kann man sich „The chronicles of terror” zulegen, ohne es hinterher zu bereuen. Wenn auch nicht alles perfekt ist - man spürt, daß TASTE OF DOOM mit Leidenschaft Musik von Fans für Fans machen und das Ding einfach „leben”.
Sven Weber, Gossmannsröder Str. 26, 36275 Kirchheim // tasteofdoom@web.de // www.tasteofdoom.de


TASTE OF DOOM - All quiet on the west front (CD-EP 2005) 21 min.
Na, da müssen TASTE OF DOOM aber noch kräftig an ihrem Material feilen, wenn sie damit irgendwas reißen wollen. Ich lasse mich jetzt gar nicht mal über den sumpfigen Klang der fünf Songs aus. Sicher hätte man da noch was rausholen können. Aber insgesamt würde das der als melodischen Thrash Metal angebotenen Mucke der jungen Band auch nicht großartig weiterhelfen. Das Problem ist nämlich, daß TASTE OF DOOM ziemlich vorhersehbar oder eben eintönig sind. Einzig der Song in der Mitte („Beast of prey”) ist so ganz anders, leider aber auch nicht wirklich besser. Hierbei versuchen die fünf Mannen aus dem Hessischen, mit Stop’n’Go’s, schnellen Tempoänderungen und Rhythmuswechseln aus ihrem Schema auszubrechen. Das gelingt nur teilweise, weil dann doch vergessen wurde, daß ein wirksamer Song auch ein bißchen Struktur braucht. Diese haben die anderen vier Tracks zwar, aber das fast stetige Midtempo mit zu wenig Prügel-Passagen und der durchweg sehr simple Song-Aufbau läßt alle Versuche, mal den Knüppel schwungvoll aus dem Sack zu holen, ohne Wirkung verpuffen. Das größte Manko ist meiner Meinung nach, daß TASTE OF DOOM durch die gegrölten Refrains, die stampfenden Tempi und teils fiedelnden Gitarren immer irgendwie nach Sauf-Metal und PaganFolk klingen. Ganz schlimm wird’s im abschließenden „Eldarquest”. Das hat dann mit Thrash Metal nicht mehr viel zu tun. Nach mehrmaligen Durchläufen muß ich feststellen, daß „All quiet on the west front” ein gewisses Potential erahnen läßt, welches sich aber noch hartnäckig irgendwo versteckt hält. Für Thrash Metal sind mir TASTE OF DOOM sehr verworren und zu spannungs- und drucklos. Diese EP ist für 5€ erhältlich. Samples aller Songs sind auf der Homepage zu haben. Eine Full-Length ist noch für dieses Jahr geplant. Schaun mer mal...