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TAAK - Koerapööriöö (CD 2006, Nailboard Records) 46 min.
Wer an Musik der härteren Sorte aus den späten Siebzigern, an Doom Rock und altem Heavy Metal hängt und von Black Sabbath nicht genug kriegen kann, der wird auch an TAAK Gefallen finden. Oder auch nicht? Das Problem dürfte sein, daß sich die Esten sehr stark an die Vorgaben der Urväter des Stils halten. Viel Eigenes ist während der elf Songs von „Koerapööriöö” nicht zu entdecken. Und viel Aufregendes auch nicht. Erwähnenswert sind die Gitarren-Soli in „Trots” und „Öö”, das außerdem rhythmisch etwas anders gelagert und ziemlich flott ist, sowie das äußerst Doom-lastige, atmospärische „Hüljatu”. Alles andere gleicht sich fast wie ein Ei dem anderen. So fließt das ganze Album an einem vorüber. Die Dreiviertelstunde Retro ist ruckzuck am Ende und tut nicht weh, wenn man mit dem Sabbath-Sound inclusive mitsummfreudiger Hammond-Orgel-Klänge und psychedelischer Passagen leben kann. Wer’s nicht mag, dem wird „Koerapööriöö” eine kleine Ewigkeit dauern. Da hilft es auch nicht, daß TAAK technisch sehr versiert sind und das Album einen hervorragenden, wenn auch nicht authentischen Klang hat. Seltsam ist, daß sich das komplette TAAK-Line-up auch bei Dawn Of Gehenna wiederfindet. Zumal diese Band die gleiche Mucke fabriziert und lediglich auf englisch gesungen wird. Die estnischen Vocals, in einer Light-Variation von kleines, dickes G-Danzig, bei TAAK sind vielleicht noch ein halber Pluspunkt, weil damit etwas Fremdartiges in den Songs auftaucht und ein bißchen Abstand gewahrt wird. Gut, länger will ich mich mit TAAK nicht aufhalten. „Koerapööriöö” ist nicht wirklich der Bringer.
mart@imelaps.ee // www.estonianmetal.com/bands/taak