15.01.09



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SAXON - Into the labyrinth (CD 2009, Steamhammer/SPV) 50 min.
Oha, SAXON! Wieder eine der Bands, die mir so gar nichts geben. Die Verdienste um die Rock/Metal-Szene sind unbestritten, und die will ich damit auch nicht schmälern. Mehr als dreißig Jahre muß man mit der Mucke auch erstmal durchhalten, fast zwanzig Studio-Alben, darunter einige Klassiker, sind ein gewichtiges Pfund. Trotzdem, mein Ding isses nicht. Und die Konkurrenz von SAXON schläft ja auch nicht. Da muß von einer solchen Band mehr kommen. In dieser Sparte ist das meiste schon gesagt worden, kein Zweifel. Aber ein paar gute Einfälle für’s „Aussehen” könnte man trotzdem verlangen. Der Albumtitel ist ebenso alt wie ausgelutscht. „Live to rock”, „Crime of passion” oder „Battalions of steel”, vom Namen her, sind Klischee in Reinkultur, denen man die Aussage und das musikalische Wesen von vornherein ansieht. Aber gut, wenn die Songs ansonsten überzeugen können, ist das auch leicht vergessen. „Into the labyrinth” hat zumindest mal ein ausgewogenes Songwriting. SAXON lassen sich nicht festnageln und bringen sowohl In-die-Fresse-Rock als auch Schwermetall zu Gehör. Entwertet wird das aber durch die insgesamt unpassende Zusammenstellung. „Valley of the kings” etwa und das nachfolgende „Slow lane blues”, das wie „Live to rock” gefährliche AC/DC-Nähe aufweist, könnten unterschiedlicher kaum sein. Ähnliches gilt für das extrem schwache „Voice”, dem „Protect yourselves” mit Mörderschwere mindestens drei Härte-Ränge abläuft. Die kurzen Interludes („The letter”, „Premonition in D minor”) zerreißen das Album zusätzlich. Die besten Tracks haben SAXON eindeutig in die erste Hälfte der Scheibe gepackt. Nach dem bluesrockenden „Slow lane blues” sind nur „Protect yourselves” und „Hellcat” interessant. „Coming home” vom „Killing ground”-Album wird am Schluß in einer fragwürdigen „Bottleneck”-Version aufgewärmt. „Come rock of ages”, „Voice” und „Crime of passion” dümpeln eh vor sich hin. Dagegen sind der Opener „Battalions of steel”, „Valley of the kings”, beide in epischer Hammerfall/Manowar-Manier, und „Live to rock” echte Kracher. Dem „Demon Sweeney Todd” mit seiner eingängigen Rasanz in nichts nachsteht. Nun ja, Fans der ersten Stunde und nachfolgende Generationen werden so oder so zugreifen. Vielleicht auch bei der limitierten Version mit Bonus-DVD. Auf der gibt es noch eine Tour-Dokumentation, ein Interview mit Biff Byford, das Video zu „Live to rock” und einen Film namens „Parzival”, in dem Biff den König Artus gibt.
www.saxon747.com