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HORDAC - Caress the demon inside (CD 2006) 31 min.
Mann, da wollt ich wieder mal einen schönen Verriß schreiben, und dann spielen HORDAC einfach nicht mit. Zwar trifft noch nicht alles ins Schwarze, was via „Caress the demon inside” in den Äther gefeuert wird, trotzdem kann man von einem ganz gelungenen Einstand sprechen. HORDAC selber wollen sich zwar durch Schubladen nicht einengen lassen und nennen ihren Stil spaßeshalber mal „Hordecore”, grundsätzlich erwartet einen auf dem Zehn-Tracker aber recht melodisches TodesMetall. Die Protagonisten sind bekannt, das tut der Qualität der Songs aber keinen Abbruch. Abgekupfert wird nicht, und HORDAC bringen ja auch den Mut auf, noch einiges auszuprobieren. Manchmal gibt es da einen Black-Metal-Touch, dann wieder eine übermäßig melodische Bridge. Hier zocken die Jungs ungezügelten Thrash, später gibt es relaxte Passagen mit cleanem Gesang. Irgendwann taucht ein akustisches Lead auf. HORDAC sind also noch ein wenig am Suchen, aber die Richtung paßt definitiv. Der Sound von „Caress the demon inside” ist sicherlich nicht überragend, mehr ein ordentliches Live-Recording. Und ein zweiter Gitarrist würde HORDAC sicher auch weiterbringen. Das läßt sich aber angesichts von Songs wie „Facing the dust”, „Of a selfdestructive kind”, „Life is a slow death” (eine große Wahrheit gelassen ausgesprochen) und (dem durch den kurzen Emo-Gesangs-Abschnitt leider etwas versauten) „Breathing torment” mehr als verschmerzen. Wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt, daß das Album (kein Demo!) zu einem regelrechten Schleuderpreis von 5€ (+ Porto) vertickt wird. Da gibt’s keine Ausreden mehr.
Björn Hauschild, Ringstr. 10, 27419 Sittensen // hauschild-heidorn@t-online.de // www.hordac.com