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Interview mit HANDFUL OF HATE (Februar 2007, englisch)


HANDFUL OF HATE - Gruesome splendour (CD 2007, Cruz Del Sur Music) 36 min.
Auch wenn’s so aussieht, als würden aus Italien nur Bands kommen, die episches Gewichse und Power Metal produzieren - es ist nicht so. Der Stiefel hat nicht wenige gute Death-, Thrash und Black-Metal-Bands hervorgebracht. HANDFUL OF HATE können mit ihrem vierten Album als Botschafter des SchwarzTodesStahls durch die Kontrolle gehen. Es gibt nicht viel zu beanstanden. Manchem mag das scheinbar andauernde, hochfrequente Geprügel auf „Gruesome splendour” nerven. Andere wieder stören sich möglicherweise am nicht sonderlich ausdrucksstarken oder packenden Gesang, respektive Höllengebrüll. Schlimm ist jedoch, daß HANDFUL OF HATE ihr Potential nahezu verschleudern und viel zu wenig Eigenes in ihren Black/Death Metal der Sorte „Schwedisch Schnell Roh” einbringen. Manchmal schien ihnen gar selbst nicht wohl bei der Sache zu sein. Siehe (Höre) „Spawn of decadence”, wenn der Song langsam ausgeblendet wird, während der Frontmann seine Stimmbänder munter weiter malträtiert. Nicht, daß die neun Songs in ihrer Gesamtheit schlecht wären. BlackMetaller, mit etwas Liebe zum Death Metal, können sich bei Vernachlässigung des vorgenannten Kleinkrams einem brutalen, halbstündigen Ohrgasmus hingeben. Allerdings sollten die ganz untergrundigen Gefolgsleute des Gehörnten Vorsicht walten lassen, denn „Gruesome splendour” steht auf einem massiven Sound-Fundament. Nix da mit rauh oder wattig. Hier hört man alle Instrumente deutlich. Besonders das Schlagzeug hat einen großen Anteil daran, daß HANDFUL OF HATE wie hungrige Wölfe aus den Lautsprechern springen. Unglaublich brutal und besessen, ohne Schnickschnack, ohne Intros, schrauben sich Songs wie am Anfang „Livid” und „Theory of perfection” in die Eingeweide. Es gibt knarzige Breaks und Tempowechsel. Die melodische Seite vernachlässigen die Italiener auch nicht. Nur ein paar Soli, die den Songs noch mehr Gestalt geben würden, fehlen im Paket. Die Ansätze dafür wären vorhanden, wie man bei „Used to discipline” oder „Whiplaw” hören kann. Jede Menge schwarzes „Licht” bei HANDFUL OF HATE, wenig Schattiges. Testet’s mal, lohnt sich! Anspieltips: „Tied, whipped ... educated”, „Reproach and blame” (herrliche Gitarrenläufe), „Grotesque in pleasure, rotten in vice”.
c/o Nicola Bianchi, via San Francesco n.85, 55054 Massarosa (Lucca) (Italia) // nicola@handfulofhate.com // www.handfulofhate.com