18.11.08
BURIAL HORDES - Devotion to unholy creed (CD 2008, Pulverised Records) 37 min.Nachdem also letztes Jahr eine Promo mit drei Songs des neuen Albums auf Reisen ging, stehen BURIAL HORDES jetzt mit der kompletten neuen Scheibe und einem frischen Label-Deal auf der Matte. Pulverised Records sind ja keine Unbekannten mehr, und „Devotion to unholy creed” hat durchaus seine Berechtigung, auch bei einer größeren Firma. Allerdings, und das verwundert mich etwas, sind die aktuellen acht Tracks nicht so stark wie die vom Vorgänger „War, revenge and total annihilation”. Um es kurz zu machen: ich hätte mir gewünscht, daß BURIAL HORDES insgesamt etwas mehr Gas gegeben und die atmosphärischen Spielereien und Samples außen vor gelassen hätten. So ist nämlich das eingetreten, was ich mit der Promo schon befürchtet hatte - daß die Griechen etwas abschweifen und der Behäbigkeit Platz geben. Trotzdem ist „Devotion to unholy creed” immer noch ein gutes Black-Metal-Album, das man sich anhören kann und seine Freunde finden wird. Dabei sind BURIAL HORDES am eindringlichsten, wenn sie knallhart und kompromißlos ans Werk gehen. Die erste Hälfte des Albums mit „Praise the bloodcode of hatred”, dem Titeltrack, „Infernal necromancers” und „Hellborn” zwirbelt mittels der schnellen, eiskalten Sägerei mächtig im Gedärm. Danach aber scheint dem Quartett Cthonos/Necrotormentor/Psychaos/Impaler die Luft, oder die Ideen, auszugehen. Naja, ist vielleicht nicht der richtige Begriff, weil die Truppe auch da noch reichlich Gift und Galle spucken. Aber der letzte Kick fehlt mir dann doch. Besser als der Durchschnitt? Ja. Muß man es unbedingt haben? Nein. Als Info sei noch gesagt, daß es zusätzlich zu der regulären CD noch einen großen Rundling für die Vinyl-Freaks und eine Pro-Tape-Variante für die ganz Oldschooligen gibt. c/o Cthonos, Gorgopotamou 35, 13671 Acharne, Athens (Greece) // burialhordes@mail.gr // http://burialhordes.tripod.com
BURIAL HORDES - Promo (2007) 11 min.Vorab zu ihrem demnächst erscheinenden, zweiten Album schicken BURIAL HORDES einen Drei-Tracker um den Globus. Es sind zwar nur Pre-Recordings, aber schon da läßt sich erkennen, daß sich die Griechen selber treu bleiben und nicht gedenken, in den Mainstream zu wechseln. Gut so, denn der Vorgänger („War, revenge and total annihilation”) war eine tödliche Kriegssäge vor dem Gehörnten, die Lust auf mehr machte. SchwarzMetall, voller Haß, streckenweise etwas melodisch und auch leicht thrashig, bekam man zu hören. Die Songs der Promo sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Und doch irgendwie anders. „Praise the bloodcode of hatred” geht ganz gut vorwärts, wechselt aber öfters das Tempo. Der Titelsong (des kommenden Albums) poltert mit etwas Thrash-Feeling und viel Abwechslung durch die Gehörgänge. „Splendid destruction” wirkt ziemlich behäbig und kommt zu spät auf den Punkt. Ich denke mal, daß die restlichen der insgesamt acht Songs etwas mehr Speed mitbringen. Nein, ich hoffe es inständig, denn das Material der Promo ist alles in allem etwas zu gebremst. Wenn der titelgebende Song die gesamte Scheibe repräsentiert, ist alles okay. Aber egal wie, BlackMetaller sollten die Augen nach „Devotion to unholy creed” offenhalten. c/o Cthonos, Gorgopotamou 35, 13671 Acharne, Athens (Greece) // burialhordes@mail.gr // http://burialhordes.tripod.com
BURIAL HORDES - War, revenge and total annihilation (CD 2006, The Oath Records/Asphyxiate Recordings) 38 min.Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, daß BURIAL HORDES ein dermaßen gutes Album abliefern. Manche Bands versprechen ja viel im voraus, machen ein anständiges Demo und jede Menge Wind um das nächste Release. Und das war’s dann aber auch schon. Dieses griechische Viergestirn aber hat sein Vorhaben bestens umgesetzt. Black Metal ohne Firlefanz und Umwege heißt die Devise von „War, revenge and total annihilation”. „Bestial bloodwar”, der Titeltrack der gleichnamigen Promo von 2004 eröffnet das Gemetzel, das über zehn Songs andauern wird. Schade, daß nicht auch der zweite Song („Submission to eternal pain”) seinen Weg auf’s Album gefunden hat. Dafür aber haben BURIAL HORDES einen Brecher ihres ersten Demos („Entering the untrodden forest” 2001) wieder zum unheiligen Leben erweckt. Bei „Beyond thy mortal sphere” läßt sich dann auch hervorragend die Entwicklung der Band nachvollziehen. Damals waren sie eben noch krachiger und vielleicht etwas chaotisch. Die neuen Songs sind technisch besser und bringen mehr melodische Parts mit. Man hört schon mal verschämte Soli hier oder ein thrashiges Riffing da („The rapture of hatred”, „Cosmic genocide”). Trotzdem sind BURIAL HORDES keinesfalls auf dem Trip, harmonische Weisen zu intonieren. Hier wird Haß und Abscheu rausgekotzt. Erdiger oldschool Black Metal eben. Meistens schnell, mit rasanten Tempowechseln, tief schneidenden Gitarren und derbem Geknüppel aus der Schießbude. Die Vocals dagegen sind nicht ganz so typisch, eher ein Zwischending aus Death und Black. Die zehn Tracks gehen nahezu nahtlos ineinander über und trotzdem kann man alle auseinanderhalten, was für ein variables Songwriting spricht. Am besten sind die Griechen, wenn sie pausenlos die Äxte schwingen und die Säge kreisen lassen. Deswegen seien als Empfehlung „Aeons of hell” und „Army of heretics” genannt. Der Sound der Scheibe ist ganz in Ordnung, auf jeden Fall passend zur Stimmung, die BURIAL HORDES verbreiten. Neben der CD-Version über obengenannte Label gibt es durch Atolinga Records aus Mexiko (www.atolingarecords.cjb.net) auch ein Tape. Nach einer Firma, die „War, revenge and total annihilation” auch in Vinyl veröffentlicht, suchen die Jungs noch.
BURIAL HORDES - Bestial bloodwar (Promo 2004) 8 min.Reichlich kurz geraten ist diese Promo ja. Welche Schlüsse soll man schon aus zwei Songs ziehen? Zum ersten das: BURIAL HORDES ist eine Black Metal Band. Eine ziemlich kompromißlose noch dazu. Jedes äußerliche Klischee wird abgegrast. Corpsepaint, Pseudonyme und der Sänger ist „great and evil”. Naja, von mir aus. Aber BURIAL HORDES haben durchaus auch innere Werte, die per schwarzmetallischem Krach in die Umwelt katapultiert werden. So kann man dem Titelsong und „Submission to eternal pain” keinesfalls nachsagen, irgendwelche Trends zu reiten. Nach Keyboards forscht man vergebens. Bass, Gitarre und Schlagzeug erzeugen eine Atmosphäre von Kälte und Haß, der die düsteren Screams von Cthonos die ideale Krönung verpassen. Der erste Song beginnt gleich mal mit der typischen Raserei, geht nahtlos ins Midtempo über. Ein Break und dann schleppt sich „Bestial bloodwar” bis zu einem weiteren Ausbruch, der alles niederwalzt. Das Riffing vom zweiten Track kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich kann’s aber auch nicht direkt zuordnen. Ist auch egal, denn „Submission to eternal pain” ist recht abwechslungsreich, bringt alle Instrumente zur Geltung und verläßt sich nicht auf pausenloses Geschrammel. Ein Album namens „War, revenge and total annihilation” ist in Vorbereitung oder könnte vielleicht schon erschienen sein. Geplant ist das Release über The Oath Records aus Italien. Wer mit der Band in Kontakt treten will, der mache das am besten mit Briefpost. Der Cthonos steht nämlich auf „oldschool”. Im Notfall tut’s aber auch ‘ne E-mail. |