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BRUMM BRUMM BOESE - Entlich Platte (7” EP 2006, T.V.G Records) 16 min.
Ja ja, es ist schon sehr schattig zwischen Hainleite und Kyffhäuser. Sehr, sehr schattig. Wie sonst könnte es sein, daß sich dort ein paar Kaputtniks entschließen, ihre Band BRUMM BRUMM BOESE zu nennen und sich damit ans Tageslicht wagen? Muß an der Luft liegen. Das Gestörten-Orchester Ziechenbart kam ja auch aus der Gegend. Und, oh Wunder, zwei Mit-Glieder der inzwischen begrabenen Truppe, nämlich Sänger Ivo und Trommelknecht Lenzer, lassen sich bei BRUMM BRUMM BOESE wieder blicken. Aufgepumpt mit ‘nem Gitarristen (Trenscher) und einem Bass-Mann (Gregor) und ausgestattet mit schwuchteligen Pseudonymen (Barney Gayroelheimer, Sergay u.ä.), sind die Herren endlich mit einer Platte am Start, die „Entlich Platte” (ja, wirklich „entlich”) heißt. Um das Grauen zur Perfektion zu treiben, hören die Songs auf Titel wie „Gaytränkemarkt” oder „Indy Gaydärme”. Yo, muß man gaylesen haben. Fuck, jetzt fang ich auch schon damit an. ‘Ne Viertelstunde BRUMM BRUMM BOESE gehört, und schon isses vorbei mit intelligenter Kritik. Im Grunde ist die Musick doch gar nicht mal schlecht. Ziemlicher lässiger Punk trifft auf derb gegrowlten Grind. Das Gemenge geht ganz ordentlich ab. Daß BRUMM BRUMM BOESE ihren Kram als „funny” und „nonsense” bezeichnen, dürfte mittlerweile auch offensichtlich sein. Das Gesamt-Kunstwerk (harr!) bewegt sich aber auch hart an der Grenze zum Blödsinn, ich will nicht sagen Lächerlichkeit. Wenn ich mal den ganzen Schwulen-Scheiß abziehe, bleibt eine Band, die gekonnt zockt und jede Menge Spaß verbreitet. Es geht so in Richtung The Knuts oder Cuntgrinder, wenn man mal von der Punk-Schlagseite von BRUMM BRUMM BOESE absieht. Ach, am besten, ihr horcht mal bei „Matratzengayflüster” und „Zutodegaydeathst” auf der Heimseite der Thüringer rein. Dort gibt es dann das Teil für 3 Euronen (+ Postrotz) zu kaufen.
Ivo Mocke, Kräme 34, 06567 Bad Frankenhausen // info@brummbrummboese.de // www.brummbrummboese.de