BREED - s/t (CD 2007, FaceFront) 53 min.Ich war mir ziemlich sicher, daß BREED wieder so eine hypermoderne Trend-Band seien. Mit Mucke, die aus allen Sparten was kopiert, und als „das Ding überhaupt” gepusht werden soll. Das Info-Schreiben wirkt schon verdächtig und übermäßig zurückhaltend, nur ein Mal fällt der Begriff „Metal”. Kein Wort wie „zukunftsweisend” oder gar „Kult”. Sehr vernünftig! Was BREED wirklich auszeichnet ist die Tatsache, daß ihr Debüt-Album einfach eine energetische und drückende Metal-Scheibe ist. Die Norweger hängen sich an keinen Trend und spielen nur locker und technisch versiert ihren Stiefel runter. Daß Damage Karlsen (git), Espen Pedersen (dr), Mads Mowinckel (bass) und Sänger Maurice Adams ihr Album dem vor zweieinhalb Jahren verstorbenen Dimebag Darrell gewidmet haben, kommt nicht von ungefähr. Denn ganz oft schauen Pantera während der dreizehn Tracks rein. Und wenn die mal keine Zeit haben, lassen sich auch mal Metallica (man höre „Bleed in grey”) und kurz Sodom („Remember my name”) und Anthrax („Sweet spot of misery”) blicken. Das donnernde, groovende Inferno kriegt dann noch einen leicht modernen Sound-Anstrich, und fertig ist ein kraftvolles Erstwerk, das sich hören lassen kann. Nur eines hält mich davon ab, BREED so richtig geil zu finden. Das ist die Tatsache, daß die Band zur sehr auf mittelschnelle Walzen eingestellt ist. Spätestens nach dem gebremsten, hardrockigen „The lucky ones” wünscht man sich, daß die Vier mal richtig die Sau rauslassen. Mit „Stapled shut” und „Underlined” passiert das auch kurz vor Toresschluß. Aber da ist es für meine Begriffe eigentlich schon zu spät. Und die Moral von der Geschicht’: Groove alleine bringt es nicht... contact@breedmusic.net // www.breedmusic.net |