BOLT THROWER - Those once loyal (CD 2005, Metal Blade Records) 44 min.Erwartet bloß keine objektive Kritik zum achten Album der britischen Sturmtruppe. BOLT THROWER gehören zu meinen absoluten Faves, und waren und sind eine Macht in Sachen brutaler Death Metal. Selbst der zwischenzeitliche Sängerwechsel (Dave Ingram auf „Honour Valour Pride”) hat mich nicht sonderlich gestört. Obschon ich froh bin, daß sich Karl Willets wieder durch meine Gehörgänge frißt. Wichtig ist: BOLT THROWER sind unverwechselbar und kompromißlos. Und gewiß auch ein Anachronismus in Zeiten, da alle nach Innovation schreien. Stagnation wird ihnen ebenso zur Last gelegt wie Ideenlosigkeit. Blödsinn! Die Band hatte vor Jahren ihren Sound gefunden und zieht seitdem ihre Sache durch. Sollen sich doch andere den ständig neuen Trends anbiedern. Sie werden kommen und gehen. Bands wie BOLT THROWER sind für die Ewigkeit. Das immer wieder bestimmende Thema ist auch hier Krieg, in all seinen Schattierungen. Allerdings ist es auch vollkommen widersinnig, BOLT THROWER Verherrlichung von Gewalt vorzuwerfen. Die Lyrics befassen sich mehr mit der Tragik und den Konsequenzen menschlichen Tuns auf den Schlachtfelder dieser Welt. Das Fundament des spezifischen BOLT-THROWER-Stils ist ein urgewaltiger Death Metal, der sich wie ein überdimensionaler Panzer Bahn bricht. Doch so starr wie es scheint, ist das Material auf „Those once loyal” gar nicht. Klar, wenn man nur mal fix die Songs anspielt, kann man Feinheiten und gewisse Veränderungen im Songwriting nicht bemerken. Die zehn Tracks kommen eben NICHT aus einer zementierten Maschinerie, die unfähig ist, gewisse Variationen einzugehen. Die Songs sind insgesamt kürzer und kommen damit auch schneller auf den Punkt. Meines Erachtens bekommen auch die anderen Instrumente neben den Gitarren mehr Raum. Damit wird dem Bass und dem Schlagzeug die Ehre zuteil, den wuchtigen und alles zermalmenden Attacken, besonders in den mittelschnellen Abschnitten, noch einen Härtegrad mehr zu verleihen. Desweiteren läßt sich feststellen, daß BOLT THROWER etwas häufiger als sonst schnellere Parts, Solo-Ritte und auch einen Tacken mehr Melodie in ihren Sound eingebaut haben. Das ist dann aber auch alles. Es bleibt alles ganz anders bei BOLT THROWER. Unverzichtbares Album einer unvergleichlichen Band. info@boltthrower.com // www.boltthrower.com |