BLOODSHOT EYES - Dead corpse (MCD 2004) 15 min.Was uns die drei Bayern hier mit ihrer ersten Veröffentlichung um die Ohren ballern, ist schon ziemlich stark. Mal abgesehen von der Tatsachen, daß man selbstbewußt gleich eine professionelle Mini unter’s Volk bringt, bieten BLOODSHOT EYES genau das, was sie auf der Homepage androhen - Death Grind Hardcore. Mit Death und Grind laß ich mir ja gerne mal die Vollbedienung geben, nur mit dem scheiß Hardcore kann ich meist nicht viel anfangen. Wie auch immer, sechs Songs werden auf „Dead corpse” angeboten. Davon sind besonders „Puppets” und „Blind hate” (verdammt kurzes Liedchen) mit groovigem HC belastet. Ansonsten gibt’s bei BLOODSHOT EYES ein ausgewogenes Songwriting und kein hirnloses Geknüppel. Midtempo- und Highspeed-Parts sind ausreichend vorhanden. Das Shouting von Frontsau Andy paßt punktgenau in die Mischung von schnellen Grind/Death und wütenden, groovenden Hardcore. Erfahrungen im Metal-Bereich dürfte der DreierPack in der Vergangenheit einige gesammelt haben. Jedenfalls sind einige Ex-Bands aufgeführt (Gibt’s eigentlich Dicksaw noch?) und man hört, daß hier keine Grünhörner am Probieren sind. Und weil wir grade dabei sind: Zum Felleverdreschen hat man auf die holde Weiblichkeit zurückgegriffen. Und so wie die (ausgesprochen heiß aussehende) Braut mit den Knüppeln umgeht, möchte ich nicht mit ihr aneinandergeraten. Könnte bös’ enden. Okay, insgesamt gibt’s bei BLOODSHOT EYES natürlich nicht viel neues zu hören, aber der Krach auf „Dead corpse” wird recht frisch präsentiert und man schielt nicht nach irgendwelchen Trends. Bleibt noch die Hoffnung, daß der Hardcore auf den nächsten Scheiben nicht überhand nimmt. Zum Reinhören seien mal der Opener „Blood run” und der Titeltrack augeführt. Oder ihr holt euch gleich das Teil, wenn ihr mit dem genannten Gemenge was anfangen könnt. Andreas Rieger, Eppenauer Str. 11, 84130 Dingolfing // Andirieger7@aol.com // www.bloodshoteyes.de.vu |