BLOODRED BACTERIA - Kiss the goat (CD 2006, Power It Up) 39 min.„Kiss the goat” ist die erste Full-Length von BLOODRED BACTERIA. Zwar nicht im eigentlichen Sinne, da der Vierer hier „nur” die Songs aus dem Zeitraum 2000-2006 komplett zusammenfaßt. Andererseits machen das andere Bands auch nicht anders: einfach den ganzen Demo-Kram komprimieren, ein neues Etikett draufgepappt und fertisch ist das Debüt-Album. BLOODRED BACTERIA haben sich aber immerhin die Mühe gemacht, die achtundzwanzig Tracks neu aufzunehmen. Da ich die Veröffentlichungen, von denen das Material stammt (vier Siebenzöller, ein schnuckeliger Dreizöller, zwei Split-MCD), nicht kenne, vermute ich mal, daß es den Aufwand wert war. Trotzdem ist der Sound von „Kiss the goat” nicht gerade überragend. Nun ja, wichtiger ist ja die Musik. Und die kann doch überzeugen. BLOODRED BACTERIA lassen den Moshpit mit brutalem DeathGrind und Grindcore ordentlich aufkochen. Ein bißchen Punk und Hardcore sind nicht zu überhören. Hier geht’s also voll zur Sache. Die Songs bewegen sich im üblichen Bereich von wenigen Sekunden Länge bis zu zweiminütiger „Epik”. Vollkommen aus der Art geschlagen ist „From zero to hero” von der Split mit Bastard Noise. Fast zehn Minuten geht der Track, beginnend mit beserkerartigem Geschredder, das sich aber nach wenigen Takten in abgrundtief schleppenden Doom verwandelt. Bis zum Schluß reiten BLOODRED BACTERIA auf einem hypnotischen Riff herum, mit nur wenigen Tempoänderungen. Sehr verwirrend auf einem Release dieses Stils. „Kiss the goat” ist gut heftiges Material, das sich bis auf genannten Song allerdings im „normalen” Genre-Rahmen bewegt. Nur der Gesang hätte etwas ausdrucksstärker und variabler ausfallen können. Besonders hörenswert: „This year’s thing”, „Blackbath”, „M.A.I.” und „Tumult tanks”. www.myspace.com/bloodredbacteria |