BLOODJINN - This machine runs on empty (CD 2008, Listenable Records) 47 min.Das Geschwafel vom „New Wave of American (Heavy) Metal” kann einem wirklich die Laune mit Langzeitwirkung verhageln. Alles, was schon seit einiger Zeit erfolglos durch die Hartwurst-Szene krakeelt oder gerade aus dem Ei geschlüpft ist und schnell profitabel sein muß, wird mit eben jenem Label respektive dem breitstreuenden Begriff „Metalcore” versehen. Das geht in den seltensten Fällen gut, wenn nicht gar nach hinten los. BLOODJINN aus North Carolina sind ein weiteres Beispiel für eine Band, die schon seit, in diesem Fall fast neun, Jahren auf dem amerikanischen Markt schwimmt und nun in Europa ein paar Claims abstecken will. Ich kann mich irren, aber ich verwette meinen fast neuen Plasma-Fernseher, daß das Quintett auch mit ihrem dritten Album keinen Fuß in die Tür kriegt und daß spätestens Ende des Jahres kein Hahn mehr nach BLOODJINN kräht. „This machine runs on empty” ähnelt in seiner Gesamtheit den Release-Kollegen aus den Neo-Thrash/Hardcore/Melo-Metal-Fabriken dieser Welt zu sehr, als daß etwas zu längerer Beschäftigung mit diesen zehn Songs berechtigen würde. Der Sound ist wie üblich fett und differenziert. Der Gesang hat ein gleichmäßiges, ergo langweiliges, Hysterie-Level, cleane Parts lassen die Amis aber außen vor. Das Schlagzeug trümmert mächtig, aber etwas steif. Ein Lichtblick sind die Gitarristen Kyle Rakes und Jeff Peck, die immer wieder coole Riffs, Soli und Twin-Attacken zum Besten geben. Leider geht das im austauschbaren Rest des Albums schnell unter. Wenn die letzten Takte von „See through” verklungen sind, ist man froh, daß es vorbei ist. Und es gibt einfach keinen Song, der das Bedürfnis weckt, die Repeat-Taste zu drücken. Schade um die vertane Zeit. www.myspace.com/bloodjinn |