BLACK BLEEDING - The awakening (Demo 2005, Nihilistic Holocaust) 27 min.Eine mir völlig unbekannte Vereinigung von Brachialmusikern aus Belgien bringt via Nihilistic Holocaust ihr neues Material unter die Leute. BLACK BLEEDING wurden schon Ende 1998 gegründet und bislang kann man auf drei Demos verweisen - „Necroblasphemy” (2000), „Beyond the flames of hell” (‘02) und „Worship” (‘03). „The awakening”, unglaublich innovativer Titel übrigens, wurde mit fast komplett neuem Line-up eingespielt. Der alten Mannschaft war wohl irgendwie die Luft ausgegangen. Nun hoffen die vier, endlich ein stabiles Trümmerkommando zu bilden. Mit 200% Motivation, wie es heißt. Ursprünglich wurde das Demo als CD mit einigen Live-Bonus-Trax veröffentlicht. Hier jetzt also die Tape-Variante. Zu hören bekommt man fünf Songs einer äußerst dunklen Mischung von Black und Death Metal. Dabei gehen BLACK BLEEDING im ersten Moment ziemlich eigenständig vor. Die Lieder sind teilweise recht dramatisch aufgebaut. Abwechslung wird also großgeschrieben, und einige Hooks sind vorhanden. Die Jungs sind nicht permanent am Prügeln, variieren desöfteren das Tempo und pendeln zwischen Kreissägen-Attacken nordischer Prägung und brutal hämmernden Death-Metal-Riffing der amerikanischen Schule. Stakkatos und episch anmutende Gitarren-Linien werden eingebaut, manchmal kommt sogar der Thrash zum Zuge. Selbst Doom-artigen Abschnitten („One with the universe”) sind BLACK BLEEDING nicht abgeneigt. Das Schlagzeug wird zudem jeder Spielweise gerecht und auch die abwechselnd dargebotenen Grunts und Screams sind hervorragend. Auf den zweiten Blick aber kommt einem auf „The awakening” manches bekannt vor. Die Belgier versuchen, das irgendwie zu verstecken. Nur gelingt es nicht ganz, wenn man zum Beispiel „Lord of the worms” hört. Und so bleiben BLACK BLEEDING zwar besseres, aber eben auch nur Mittelmaß. Mit dem letzten Song „Demonic quantum boundaries” haben sie sich dann eh keinen Gefallen getan. Erst knallt er schwarzmetallisch vorwärts, verfällt dann in leichte Frickelei, zieht ein weiteres Mal an und versinkt schließlich in einer doomigen Atmosphäre. Nach gut fünf Minuten fadet der Track langsam aus, und es folgt nochmal so langes Keyboard-Geseiere, bei dem ich den Sinn nicht verstehe und der absolut nicht zur vorhergegangenen Mucke paßt. Mithin wäre aus „The awakening” mit etwas Konzentration und mehr Eigenständigkeit ein sehr gutes Demo geworden. blackbleeding@hotmail.com // www.listen.to/blackbleeding |