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B.G.T. - The inner death (CD 2005) 41 min.
Gemeinhin sagt man ja, daß die Norddeutschen kühl und reserviert seien. Zumindest die Metal-Gemeinde weiß aber, daß die „da oben” auch ganz anders können. Und das nicht erst seit Obscenity, Fearer und Konsorten. Genau in dieselbe Kerbe hauen denn auch B.G.T. aus Schleswig-Holstein. Aus den Boxen ballert dir brutaler Death Metal entgegen und rasiert kräftigst durch die Hirnwindungen. Erstaunlicherweise gibt’s B.G.T. schon seit zehn Jahren und doch ist „The inner death” ihre erste Langrille. Zwei Jahre nach Bandgründung hatte man schon eine EP „Of noise and flesh” vom Stapel gelassen, dann aber war Stille. Und keiner weiß, was die Jungs bis Herbst letzten Jahres so getrieben haben. Das andere große Rätsel: was bedeutet eigentlich B.G.T.? Ich vermute „Brutales Groovendes Todmetall”. Denn genau das zelebrieren die fünf auf ihrem Album. Zehn Tracks lassen einen Gewittersturm aufkommen und geben bis zum Schluß kaum Momente zum tieferen Durchatmen. Und so gehört sich das. Damit das keiner in den falschen Hals kriegt - B.G.T. sind mitnichten andauernd nur am Knüppeln. Das Songwriting läßt abwechslungsreichen Death Metal der Oldschool-Variante auferstehen. Aggressiv, hart, variabel. Ein paar Schlückchen Hardcore werden auch noch mit runtergekippt. Ein klein wenig Thrash-Feeling hier und da verfeinert die Angelegenheit. Klingt zwar alles wie schon tausendmal gehört, aber Vorsicht! B.G.T. sind immer für was Überraschendes gut und lassen sich ständig was anderes einfallen, um einen zu fesseln. Zwar spielt sich „The inner death” hauptsächlich im Midtempo und schleppenden Gangarten ab. Aber genügend Blast-Abschnitte sind vorhanden. Die Breaks sind genial gesetzt und mancher Tempowechsel läßt aufhorchen. Dazu gesellen sich noch Parts mit Clean-Vocals („Scarred”), Bass-Zwischenspielen („Executor 05”) und ähnlichen Sachen sowie ein paar Samples. Und fertig ist der „Aggro-Death”. Daß die Jungs technisch vollkommen fit sind, sei natürlich auch noch erwähnt. Anspieltipps kann ich leider (oder vielleicht doch glücklicherweise) keine geben. Denn mir gefallen durchweg alle Titel. Auf der Website gibt’s aber ein paar mp3’s. Also testen und dann kaufen. Unbedingt!
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