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BEYOND SERENITY - Promo (2005) 9 min.
Wieder so eine präzise Granate, die genau zwischen die Augen zielt. Aus dem Saarland kommen BEYOND SERENITY, die in 2005 ihr Zehnjähriges hatten. Ihr Debüt-Album von 2001 („Total control”) hatte einige gute bis sehr gute Kritiken eingeheimst. Trotzdem fand die Band keine Ruhe und wurde immer wieder von Line-up-Problemen geschüttelt. Gitarrist Karsten Gries ist nun mittlerweile das einzig verbliebene Gründungsmitglied. Schreihals Sascha Vollmer stieß Ende 2003 zur Band. Und erst im Frühjahr letzten Jahres, ein paar Monate vor den Recordings zu dieser Promo, komplettierten Marvin Lawrence (dr) und Mathias Rudolph (bass) die Mannschaft wieder. Mit den neuen Songs nun, drei an der Zahl, zeigen BEYOND SERENITY feinsten Death Metal, oldschool und brutal. Aber halt, so neu ist der Kram ja gar nicht. „Memory of death” und „Bloodnight” stammen nämlich vom „Dark one”-Demo von 1997. Mordsmäßig sound- und spieltechnisch aufgemotzt selbstverständlich. Nur bei „First strike” handelt es sich um frisches Material. Und da merkt man dann, daß BEYOND SERENITY in letzter Zeit ein paar große Schaufeln Energie und Wut in den Kessel geworfen haben. Nicht, daß die „alten” Tracks trocken und dürr wären. Die schnellen, tighten Drums pushen die Songs immer wieder vorwärts. Die Vocals sind genre-typisch am tiefsten Ende der Machbarkeit angesiedelt und haben hin und wieder einen kleinen Hang zum Gekreische. Klares, technisches Riffing hält sich die Waage mit schier unbändiger Brutalität. So richtiges, intensives Gefrickel lassen BEYOND SERENITY nicht in Erscheinung treten. Und ich vermisse dabei nichts. Es ist genau diese Ausgeglichenheit im Songwriting, die die Band in die Nähe bekannter Ami-Knüppler (etwa Malevolent Creation) sowie europäischer Brutalos rückt, gleichzeitig aber eine gewisse Eigenständigkeit rüberbringen läßt. Ganz deutlich macht das das genannte „First strike”. Da ist alles noch ein Zacken eindringlicher. Noch härter und schneller auf den Punkt. Vielleicht liegt alles ja nur daran, daß ganz in der Nähe das Nest Ballern liegt. Möglicherweise haben die Jungs da ihre Rehearsal-Höhle. Würde mich nicht wundern. Bleibt zu hoffen, daß die Jungs in der jetzigen Besetzung endlich mal durchstarten können. Ein neues Album ist wünschenswert. Für die Band selber und die Fans brutalen und technischen Death Metals. Übrigens - BEYOND SERENITY haben ihr gesamtes (!!) bisheriges Songmaterial ins Internet gepackt. Saugt euch den Kram. Und natürlich: holt euch auch die aktuelle Promo für schmale 4 Euro, um die Band zu unterstützen.
Karsten Gries, Büdinger Str. 15, 66663 Merzig // contact@beyond-serenity.de // www.beyond-serenity.de