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BEYOND FEAR - Beyond fear (CD 2006, Steamhammer/SPV) 47 min.
Wer war/ist der bessere Judas-Priest-Sänger? Halford oder Owens? Diese Frage geht mir bestenfalls am Allerwertesten vorbei, weil mir der traditionelle (klassische, „normale”) Heavy Metal grundsätzlich zu bieder ist. Aber sei’s drum. „Ripper” Owens wurde also wieder vom Alt-Fronter gekickt und umgehend bei Iced Earth eingestellt. Trotzdem hat es ihm wohl in den Finger gejuckt, um seine eigenen Song-Ideen zu realisieren. So entstand also BEYOND FEAR. Ob diese jetzt als „richtige” Band Bestand haben wird, werden die nächste Monde zeigen. Für die Traditionalisten wäre es sicher zu wünschen. Denn BEYOND FEAR verstehen es durchaus, den Heavy Metal der 80er in die Jetzt-Zeit herüberzubringen und ihm dazu noch einen modernen Anstrich zu verpassen. Dazu gehört unter anderem eine straffe Produktion (Morrisound) und eine angenehme Portion Thrash-Feeling. Glücklicherweise bleiben Nu-Metal-Geschiß oder andere Zugeständnisse an hippes Gegenwarts-Pseudo-Metal-Getue außen vor. Owens steht zu seinen Wurzel, und hat sich zudem ein paar versierte Instrumentalisten gegriffen, um das Debüt auf die Reihe zu kriegen. Für das Schlagzeug ist Eric Elkins verantwortlich. An den Gitarren toben sich John Comprix und Dwane Bihary aus, den Bass bedient Dennis Hayes. Um zwei flache Nummern kommen auch BEYOND FEAR nicht herum. Dazu zähle ich die Halb-Ballade „Dreams come true” ebenso wie das arg gepreßte und polierte „Coming at you”. Ansonsten bietet das Album genau das, was man von einer Heavy Metal Scheiblette erwarten darf: treibende Gitarren und strammes Getrommel in abwechslungsreichen Songs, kräftige Vocals, einprägsame Strukturen, hoher Headbang-Faktor.
www.timripperowens.com