BENEATH THE FROZEN SOIL - The first wreath (CDr-EP 2005) 20 min.Ein erstes Achtungszeichen setzen die Frischlinge BENEATH THE FROZEN SOIL mit diesem leider viel zu kurzem Silberling. „The first wreath” ist nach gut einjähriger Bandgeschichte der Einstieg der Schweden. Und dieser ist sehr gut gelungen. Soviel schon mal vorab. Sänger Buster Sporrong, Saitenschänder Linus Pilebrand und Schlagwerker Olof Holgersson geben sich mit ihrer Musick ganz dem Thema „Slow is law” hin. Ein kurzes, getragenes Piano-Intro mit etwas Melancholie stimmt auf die folgenden drei Songs ein. Und bereitet die Sinne auf einen mörderisch quälenden Monster-Bastard aus Doom und Death Metal vor. Die Qual ist hier durchaus „positiv” zu verstehen. Denn BENEATH THE FROZEN SOIL beherrschen die Kunst, zugleich schwermütig, brutal und irgendwie abgehoben zu sein. Unter fünf Minuten machen’s BENEATH THE FROZEN SOIL nicht. Die Tracks sind aber so abwechslungsreich, daß niemals die Gefahr besteht, der Langeweile anheim zu fallen. Das offene Bekenntnis zu Vorbildern wie My Dying Bride macht die Schweden sympathisch. Was dem Dreierpack glücklicherweise weit am Allerwertesten vorbeigeht, sind Gothic-artige oder romantische Elemente. So bleibt ein rauer Sound, der sich ganz auf zähes Gitarrenspiel, zweistimmige, düstere Vocals und knochentrockenes Drumming stützt. Der erste Track „The wretched of this afterbirth” wühlt sich entsprechend dem Intro zunächst lava-artig in die Ohren. Nach einem Break steigern sich BENEATH THE FROZEN SOIL zu einer Death-lastigeren, grimmigen Attacke, um nach einem weiteren Break wieder in doomige Schwere mit Cello-Unterstützung (Anna-Greta Larsson) zu verfallen. Das nachfolgende „The time is now” glänzt mit herrlich wütendem Gesang und einem melodischen Faden, der sich durch die Takte zieht. Auch hier taucht zum Schluß hin wieder die große, tieftönende Geige auf und preßt den Blutdruck nach unten. Der Adrenalin-Kick läßt aber nicht auf sich warten, denn die letzte Minute gehört fast schon schwarzmetallischem Gepolter und martendem Geschrei. „Signs of that grim malady” setzt mit anfangs stoischem Doom, später gewaltig auftrumpfendem Death-Metal-Gehämmer den würdigen Schlußpunkt hinter ein Debüt-Release, das sich wirklich hören lassen kann. Wie gesagt - leider viel zu kurz. Aber hoffentlich kommt aus der Ecke bald mehr. info@btfs.net // www.btfs.net |