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Interview mit BEAST PETRIFY (März 2004, englisch)


BEAST PETRIFY - In the circle of time (Demo 1997) 22 min. & Dimensional deranged dilemma (CD 1999) 65 min.
Südost-Asien hat eine riesige Metal-Szene. Das gibt’s alles, wonach ein Heavy- und Brutalo-Geist sucht. Hier haben wir’s mit einer Band aus Singapur zu tun. BEAST PETRIFY liefern einen für meinen Geschmack seltsamen Thrash Metal an. Teilweise gemixt mit Death Metal, und mit einem offensichtlichen Hang zu Heavy Metal und Rock, meine ich. Scheinbar weiß die Truppe um Al Fahmi (git, voc) selber nicht so recht, welchen Weg sie gehen wollen. Das Fünf-Track-Demo beginnt mit treibendem Thrash Metal mit verzerrten Gitarren und einigen Synth-Spielereien, wenn mich meine tauben Ohren nicht trügen. Ein Solo im zweiten Song „Catastrophic persecution” erinnert an den Heavy Metal aus den 80ern, während die Vocals rockig sind. Außerdem ist zu hören, daß der Sänger nicht gerade der sicherste ist. Insgesamt ein irgendwie progressiv auftretender Song mit Death-Anleihen. Am besten gefällt mir „Obscure obliteration”, weil er ziemlich kurz ist, im Midtempo gehalten ist und präzise gespielten Death/Thrash Metal bietet. Der nächste Track ist wieder so ein konfuses Rock/Metal-Ding mit Gimmicks. Schließlich gibt’s mit „Sorrowful and exasperation” ein melodisches Instrumental mit Akustikgitarre.
Jetzt zum „Dimensional deranged dilemma”-Kram. Erstmal ist er wieder sehr anstrengend. Aber jetzt kennen BEAST PETRIFY endlich ihren Weg. Sie machen Thrash Metal, wieder progressiv, mit einem leichten Heavy-Unterton. Hier paßt es aber, und trotzdem die Tracks (neun an der Zahl) sehr, seeehr lang sind (teilweise mehr als zehn Minuten), macht es meistens Spaß, ihnen beim Knüppeln, Rasen, beim Quälen der Instrumente zuzuhören. Gut, manchmal hat man den Eindruck, daß ein Song locker in drei einzelne aufgeteilt werden könnte. Aber ich denke mal, daß sich Jungs schon was dabei gedacht haben. Selbst ein neunminütiges Instrumental („Slave of the abyss”) wirkt auf mich. Und das will was heißen. Hey, hier gibt’s eine neue Version von „Obscure obliteration” vom letzten Demo. Sehr schön, aggressivere und verflucht kränkere Gitarren-Arbeit. Obwohl der Track an sich viel zu lang ist. Egal, die Jungs verdienen eine Chance, und noch etwas mehr. Und das Zeugs ist wirklich keine leicht zu begreifende Musick. Es braucht seine Zeit, aber die ist es wert. Außerdem, je öfter ich diesen Output von BEAST PETRIFY höre, umso mehr gefällt er mir. Okay, wenn ihr die Möglichkeit habt, die Songs mal zu hören, nehmt euch mal besonders den Anfang von „The pain deep within” (Song 8) vor. Ich kann nur hoffen, daß die Jungs wissen, welchen Top-Hit sie hier zitieren...
Al Fahmi, Yishun Central Post Office, P.O.Box 420, Singapore 917614 // thrashingbeast@yahoo.com