BATHTUB SHITTER - Shitter at Salzgitter (Live in Germany 2004) (CD 2006, Power It Up) 31 min.Ja, den Japaner gefällt’s offensichtlich sehr in good ol’ Germoney. Nicht nur, daß die BATHTUB SHITTER eine ihrer ersten 7”-Vinyls (Fertilizer, 1999, T.V.G.) sowie verschiedene andere Releases bei deutschen Labels (Farewell, Power It Up) herausgebracht haben. Auch persönliche Heimsuchungen stehen auf ihrer Hitliste. So im Jahre 2004 auf dem ersten Giants Of Grind Festival. Auf der DVD dazu waren BATHTUB SHITTER schon mit zwei Tracks („Holy song for you”, „Fireworks”) vertreten. Und jetzt gibt’s das volle Programm an Badewannenschweinereien via Silberscheiblette. Eine halbe Stunde lang bieten die vier fernöstlichen Weirdos geilen Grindcore in perfekter Performance. Feine Abgeh-Mucke mit einem Punk-Touch und etwas Death-Metal-Feeling. Ich glaube, wenn die Japaner (im Allgemeinen) etwas besonders gut können, dann ist das, kranke Musik (ja gut, dann eben Krach) wie selbstverständlich runterzuorgeln. „Shitter at Salzgitter” gefällt mir auch noch besser als die „Wall of world is words”-Mini. Vielleicht, weil BATHTUB SHITTER hier ein größeres Spektrum auffahren. Hier finden sich schöne, rüpelig schleppende Parts und straighte Geschwindigkeitsnummern. Dazwischen böllerndes Uptempo und mittelschnelles Gewalze. Die teils fäkalen Texte (nachzulesen im Booklet) und der Gesang, also das hysterische Kreischen und tiefe Growlen, ist wie immer Geschmackssache. Aber mir gefällt’s, weil es auch zu den Japaner paßt, irgendwie. Der einzige Mangel, den ich „Shitter at Salzgitter” anzukreiden habe, ist, daß die Tracks zu sehr geschnitten wurden und damit noch mehr der eh schon dürftigen Live-Atmosphäre verloren geht. Aber ansonsten: sehr empfehlenswert für Fans der Japaner, die das GoG vielleicht auch verpaßt haben, im Speziellen sowie für Grindcore-Freaks generell. info@bathtubshitter.com // www.bathtubshitter.com
BATHTUB SHITTER - Wall of world is words (MCD 2004, Power It Up) 21 min.Was Neues von den japanischen Badezimmer-Ferkeln? Nicht ganz, denn Power It Up bringen lediglich das 2000er Material der BATHTUB SHITTER als CD auf den Markt. Damals wurde der Kram von Farewell Rec. als 10” Vinyl ausgekotzt. Nun gibt’s als Bonus den Titeltrack in einer „Ass plugged version” mit akustischem Gitarren-Intro sowie „My last word” - ein geröcheltes, verzerrtes Aushauchen mit ebenfalls nicht-elektrischem Geklampfe. Ansonsten enthält die Scheiblette neben Intro und Outro fünf eigene Songs sowie Cover-Tracks von Extreme Noise Terror („We the helpless” - feinste Core-Raserei), Scum („Imitation of life” - bösartiges Grooven) und Holy Moses („Fuck you” - geil, paßt wie die Faust auf’s Auge). Keine Ahnung, ob die Japaner schon so ‘nen kleinen Kult-Status haben. Was sie hier auffahren, ist jedenfalls köstlicher Fernost-Grindcore. BATHTUB SHITTER rumpeln und rammeln, sind schrill, schnell und manchmal etwas anders als andere. Die Gitarre rast mit dem grollenden Bass um die Wette. Oft genug sticht etwas der Punk durch. Am eindrucksvollsten ist bei den Jungs der „Gesang”. Ständig wird zwischen spitzen und hysterischen Schreien und abgrundtiefen, fiesen Grunzereien gewechselt. Sehr geil. Also gut, Kult wäre dann wahrscheinlich doch übertrieben, aber schönes Geholze ist es allemal. |