11.07.08



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BADOC - ...of evil deeds and insane thoughts (MCD 2007) 24 min.
Mit BADOC schickt sich wiedermal eine ziemlich junge Band an, in der Szene Fuß zu fassen. Schon nach dem ersten Durchlauf dieser Debüt-Scheibe darf man ruhigen Gewissens behaupten, daß die Chancen für den Wittlicher Fünfer recht gut stehen. Nicht daß die Band etwas vollkommen Neues machen würde, es ist die Art und Weise, mit der BADOC auf dieser fünf Songs langen Scheibe überzeugen. Sollte man keine Abscheu vor einem sehr melodischem Mix aus Death und Black Metal haben, der zudem komplett ohne Synths auskommt, dann ist „...of evil deeds and insane thoughts” allemal eine interessante Sache. Hier paßt das Zusammenspiel von musikalischer Aggression und düsterer, teils atmospärisch angehauchter Melodik schon so hervorragend, als würden „alte Hasen” im Studio stehen. Spieltechnisch wie auch beim Songwriting haben BADOC also einiges zu bieten. Und die Scheibe wächst von Track zu Track. Während „Last step” noch hauptsächlich auf Atmosphäre baut und von Blast-Exkursen durchbrochen wird, verlegt man sich bei „Schizophrenia” auf Breaks und flirrende Gitarren-Läufe. „Slay those who pray” legt noch einen Zacken an Abwechslung und Dramatik zu und treibt den Zuhörer mit seinem Rhythmus förmlich zum Headbangen. Das Beste hat man sich aber für das Ende aufgespart. Sowohl das klassisch aufgebaute, zwischen Rasanz und Stakkato pendelnde „Dead again” als auch „Therefore give me strength”, das etwas an ältere Amon Amarth erinnert, überzeugen mit feiner, abwechslungsreicher Gitarrenarbeit und tightem Geknüppel vom Kesselmeister. Bei aller Begeisterung für BADOC, muß ich einen Kritikpunkt doch noch anbringen. Der betrifft (wiedermal) den Gesang. Schwach ist der beileibe nicht. Allerdings stehen mir die gepreßten Fauch- und Krächz-Vocals zu sehr im Vordergrund und erdrücken das grunzige Bellen. Mir wäre da eine ausgewogene Mischung lieber, weil beide Parts Aggressivität mitbringen, die mit Gleichberechtigung aber auch noch viel mehr Intensität in die Tracks legen würde. Trotzdem bleibt mein Urteil unumstößlich: BADOC haben jeden Support verdient. Da auch noch das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als stimmig und der Sound der professionell aufgemachten Packung hervorragend ist, gibt’s meine Empfehlung gratis dazu. Die Band verscherbelt das Teil regelrecht für den kleinsten der Euro-Scheine, den man doch mal in einen hoffnungsvollen Newcomer investieren kann, oder?
mail@badoc.eu // www.badoc.eu